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FM-Solutionmaker: Gemeinsam Facility Management neu denken

Strategie-Governance und strategischer Jahreszyklus

Facility Management: Strategie » Grundlagen » Strategische Ebene » Strategie-Governance und Jahreszyklus

Strategiearbeit in einen verbindlichen Managementrhythmus überführen

Die bestehende Microsite behandelt Leistungsüberprüfung, Rückmeldungen, Lessons Learned, Neubewertung von Zielen sowie die Aktualisierung der FM-Strategie bereits sehr detailliert. Was bislang nicht als eigene Seite vorliegt, ist die zeitliche Governance, durch die diese Aktivitäten mit Budget, Investitionen, Unternehmensplanung und Transformation synchronisiert werden.

Eine FM-Strategie darf nicht jährlich zufällig „irgendwann“ betrachtet werden.

Strategie-Governance im Jahreszyklus verankern

Strategische und operative Reviews trennen

Ein monatliches KPI-Meeting beantwortet:

Erreichen wir unsere aktuelle Leistung?

Ein strategisches Review beantwortet:

Verfolgen wir weiterhin die richtigen Ziele und ist unser strategisches Modell noch angemessen?

Diese beiden Ebenen sollten bewusst getrennt werden.

Facility Management besitzt Abhängigkeiten zu:

  • Unternehmensbudget,

  • Personalplanung,

  • Investitionsplanung,

  • Nachhaltigkeitszielen,

  • Standortstrategie,

  • Beschaffung.

Der FM-Strategiezyklus sollte deshalb zeitlich so liegen, dass seine Ergebnisse noch in diese Planungsprozesse einfließen können.

Eine Strategieaktualisierung nach Abschluss des Budgets kommt für wichtige Investitionsentscheidungen zu spät.

Einen Jahreszyklus definieren

Ein beispielhafter Rhythmus kann lauten:

Q1 – Performance und Lessons Learned

Vorjahr bewerten, Abweichungen und Erkenntnisse analysieren.

Q2 – Umfeld und Szenarien

Unternehmensentwicklung, Risiken und externe Veränderungen prüfen.

Q3 – Strategie und Portfolio

Ziele, Initiativen, Capabilities und Investitionsprioritäten aktualisieren.

Q4 – Budget und Deployment

Ressourcen freigeben, Ziele kaskadieren und Folgejahr vorbereiten.

Die konkrete Struktur hängt vom Unternehmenskalender ab.

Mögliche Ebenen sind:

  • FM-Managementteam: Strategie vorbereiten.

  • Fachgremien: Technologie, Energie, Betreiberpflichten oder Workplace fachlich bewerten.

  • Top-Management: Grundsatzentscheidungen und Ressourcen bestätigen.

Damit bleibt strategische Verantwortung dort, wo sie hingehört.

Definierte Inputs verlangen

Ein Strategy Review benötigt belastbare Informationen.

Beispielsweise:

  • Performance,

  • Risiken,

  • Budgetentwicklung,

  • Capex,

  • Nutzerentwicklung,

  • Anlagenzustand,

  • Markt,

  • Personal,

  • Technologie.

Die Ergebnisse sollten vorbereitet sein, damit das Gremium tatsächlich entscheiden kann.

Ein Review sollte am Ende beispielsweise liefern:

  • bestätigte beziehungsweise veränderte strategische Ziele,

  • genehmigte Initiativen,

  • Prioritäten,

  • Budgetbedarfe,

  • geänderte Annahmen,

  • strategische Risiken,

  • konkrete Beschlüsse.

Damit wird verhindert, dass Strategietermine reine Diskussionsveranstaltungen bleiben.

Außerplanmäßige Reviews zulassen

Der Jahreszyklus darf nicht bedeuten, dass eine Strategie nur einmal pro Jahr verändert werden kann.

Trigger wie:

  • Akquisition,

  • Standortaufgabe,

  • erhebliche Krise,

  • Gesetzesänderung,

  • stark verändertes Geschäftsmodell

können einen außerordentlichen Strategiereview auslösen.

Nach jeder relevanten Anpassung sollte erkennbar bleiben:

  • was geändert wurde,

  • warum,

  • durch wen beschlossen,

  • ab wann gültig.

So bleibt die Strategie auditierbar.

Eine gute Strategie-Governance beantwortet:

  • Wann betrachten wir welche strategischen Informationen,

  • wer entscheidet darüber und

  • wie werden Beschlüsse mit Budget, Organisation und operativen Zielen verbunden?

Damit wird FM-Strategie vom Dokument zu einem kontinuierlichen Führungsprozess.