Zum Inhalt springen
FM-Connect Chat

Hallo! Ich bin Ihr FM-Connect Chat-Assistent. Wie kann ich Ihnen helfen?

FM-Solutionmaker: Gemeinsam Facility Management neu denken

Die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Zielmodells begründen

Facility Management: Strategie » FM-Strategie » Value Management & Wertbeitrag » Tragfähigkeit des Zielmodells

Das gesamte Betriebsmodell wirtschaftlich betrachten

Die Wirtschaftlichkeit einzelner Maßnahmen beweist noch nicht die Tragfähigkeit eines Zielbetriebsmodells. Mehrere vorteilhafte Projekte können dieselben Einsparungen beanspruchen, zusätzliche gemeinsame Funktionen voraussetzen oder zeitgleich erhebliche Übergangsmittel benötigen. Der Blueprint verbindet deshalb Leistungsumfang, Nachfrage, Fähigkeiten und Ressourcen zu einem zusammenhängenden wirtschaftlichen Modell. Er beschreibt, welchen laufenden Aufwand die gewählte Architektur erzeugt und wodurch dieser gedeckt wird. Nicht allein die Investitionsentscheidung zählt. Auch dauerhaft benötigte Fachkapazitäten, Steuerungsleistungen und gemeinsame Grundlagen müssen unter nachvollziehbaren Annahmen finanzierbar bleiben.

Tragfähigkeit des Zielmodells im Facility Management prüfen

Leistungslogik und Kostenstruktur verbinden

Der Ressourcenbedarf wird aus den versprochenen Ergebnissen und ihren Voraussetzungen hergeleitet. Dabei werden mengenabhängige Aufwände, dauerhaft vorzuhaltende Kapazitäten und sprunghafte Erweiterungen unterschieden. Eine gemeinsame Fachfunktion lässt sich beispielsweise nicht beliebig proportional zur Standortzahl verkleinern. Umgekehrt kann zusätzlicher Bedarf zunächst ohne weitere Stellen bewältigt werden, solange tatsächlich nutzbare Kapazität besteht. Durchschnittskosten allein verdecken solche Zusammenhänge. Die wirtschaftliche Darstellung erklärt daher, welche Veränderungen im Leistungsbedarf welche Ressourcenentscheidungen auslösen und wo das Zielmodell an wirtschaftliche oder fachliche Grenzen stößt.

Modellbestandteil

Erforderliche Herleitung

Zu vermeidende Verzerrung

Leistungsbedarf

Mengen, Qualität und Verfügbarkeit

Unveränderter Bedarf trotz neuer Zusagen

Ressourcenstruktur

Fixe, variable und sprungweise Bedarfe

Beliebige Skalierbarkeit

Gemeinsame Funktionen

Nutzbare Kapazität und Gesamtaufwand

Mehrfache Verfügbarkeit derselben Mittel

Übergang

Zusätzlicher Bedarf im Zeitverlauf

Vorweggenommene spätere Einsparung

Wirkung

Eindeutige Zuordnung und Bewertungsbasis

Doppelt gezählter Nutzen

Gemeinsame Leistungen und Verrechnungen richtig einordnen

Interne Verrechnungen verteilen Aufwand, beseitigen ihn aber nicht. Eine günstigere Kostenstelle ist deshalb kein ausreichender Nachweis einer günstigeren Gesamtarchitektur. Ebenso dürfen gemeinsame Kapazitäten nicht mehrfach als frei verfügbar angesetzt werden. Das Modell unterscheidet den tatsächlichen Ressourcenverbrauch von seiner organisatorischen Zuordnung. Nutzen wird der Stelle zugeordnet, an der er entsteht, ohne denselben Effekt mehrfach als Gesamterfolg zu zählen. Neben unmittelbar zahlungswirksamen Einsparungen können vermiedene Arbeitsbelastung oder höhere Verfügbarkeit bedeutsam sein. Ihre Bewertungsgrundlage bleibt jedoch ausdrücklich erkennbar.

Übergang und Regelzustand getrennt finanzieren

Ein neues Betriebsmodell kann vorübergehend zusätzliche Mittel benötigen, bevor seine erwarteten Wirkungen eintreten. Parallelbetrieb, Datenbereinigung, Qualifizierung und der Aufbau eigener Steuerungsfähigkeit sind typische mögliche Bestandteile. Diese Aufwände werden nicht pauschal vorausgesetzt, sondern aus dem konkreten Übergang abgeleitet. Bereits gebundene Mittel und tatsächlich veränderbare Kosten sind voneinander zu unterscheiden. Die Finanzierung betrachtet deshalb auch den zeitlichen Verlauf und mögliche Verzögerungen. Ein attraktiver späterer Regelzustand rechtfertigt keine Übergangsannahme, deren finanzielle oder personelle Voraussetzungen nicht hergestellt werden können.

Belastbare Grenzen statt Scheingenauigkeit darstellen

Ungewisse Mengen, Preise oder Wirkungen werden mit nachvollziehbaren Bandbreiten und unterschiedlichen Bedingungen betrachtet. Wesentlich ist, ab wann sich die bevorzugte Architektur nicht mehr trägt und welche Anpassungen dann möglich bleiben. Eine solche Aussage ist oft hilfreicher als eine scheinbar präzise Einzelzahl. Die Entscheidung benennt akzeptierte Unsicherheiten, notwendige Reserven und zu beobachtende Bedingungen. Der wirtschaftliche Teil des Blueprints bleibt mit dem Leistungsmodell verbunden. Ändert sich das Versprechen, werden auch Ressourcenbedarf und Finanzierung überprüft, statt lediglich einzelne Budgetpositionen fortzuschreiben.